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Die Löslichkeit von Salzen hängt in direkter Weise von einer - für jedes Salz typischen - Konstante ab: Dem Löslichkeitsprodukt. Entsprechend der Löslichkeit eines Salzes ist es umso geringer, je schwerlöslicher ein Salz in Wasser ist. Das Löslichkeitsprodukt (im weiteren Text kurz "LP" genannt) gehorcht dem Massenwirkungsgesetz und beschreibt eine stoffspezifische Wechselwirkung zwischen den An- und Kationen eines Salzes in wäßriger Lösung. Das Löslichkeitsprodukt stellt das Produkt der Ionenkonzentrationen dar, bei welcher gerade noch kein Niederschlag gebildet wird. Oder andersrum: Aus einer übersättigten Lösung eines Salzes scheidet sich diese solange als Niederschlag ab, bis das LP unterschritten wird. Es herrscht also ein dynamisches Gleichgewicht, da in einer gesättigten Salzlösung ständig Ionen in Lösung gehen und als Niederschlag abgeschieden werden. Erhöht man nun die Konzentration eines Ions, so sinkt folglich jene des anderen Ions ab: Es wird infolge weiteres Salz abgeschieden. (Beispielsweise fällt aus einer gesättigten Bariumsulfat-Lösung durch die Zugabe überschüssiger Barium- oder Sulfat-Ionen weiteres Bariumsulfat aus).