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Komplexe sind Verbindungen bei welchen sich um ein Zentralteilchen (entweder Atom oder Ion) in geometrischer Regelmäßigkeit Gruppen oder Einzelteilchen (entweder Atome, Ionen oder Molekülgruppen) anordnen. Diese Gruppen bezeichnet man (nach lat. ligare) als Liganden. Bei der Komplexbindung erreichen das Zentralteilchen und/oder die Liganden durch gemeinsame Elektronenpaare einen energetisch günstigeren Zustand (im günstigsten Falle den Edelgaszustand). Der Bindungstypus kann dabei zwischen Ionen- und Atombindung (siehe Schautafel rechts) liegen. Die Anzahl der Zentralteilchen bestimmt die KERNIGKEIT des Komplexes. Die Anzahl der Liganden, die direkt an ein Zentralteilchen gebunden sind, bezeichnet man als KOORDINATIONSZAHL. So haben die Elemente der zweiten Periode eine KZ von maximal 4, jene der dritten eine KZ von 6. Dies hängt damit zusammen, dass bei ersteren nur ein s- und p-Orbital der Befüllung zur Verfügung stehen; den zweiteren neben dem 3s- und 3p-Orbital zuzüglich auch noch ein 3d-Orbital. Die ZÄHNIGKEIT der Liganden wird durch die Anzahl zur Komplexbindung zur Verfügung stehender, besetzter Elektronenpaare gegeben. So sind einzähnige Liganden alle jenen, die über ein besetztes Elektronenpaar an eine Elektronenpaarlücke an das Zentralatom gebunden sind. Mehrzähnige Liganden lagern sich gleich einer Krebsschere zweifach an das Zentralatom an. Daher bezeichnet man solche Komplexe auch als Chelatkomplexe.