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Jahr |
Wer |
Beschreibung |
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1789 |

Antoine Lavoisier |
Lavoisier formuliert das Gesetz von der Erhaltung
der Masse (bei chemischen Reaktionen):
"Nichts wird bei den Reaktionen künstlicher oder natürlicher Art
geschaffen, und es kann als Axiom (= Grundsatz) angesehen werden, dass
bei jeder Reaktion eine gleiche Quantität Materie vor und nach der
Reaktion existiert."
Damit legt er den Grundstein zur
Entdeckung der Elementnatur, da sein Gesetz eine Quantität und Qualität
an Stoffen fordert, die sich während einer chemischen Reaktion nicht
ändern - sondern nur umlagern. Es kann also nur eine begrenzte Anzahl an
Grundstoffen geben. Lavoisier selber schrieb einigen Stoffen eine solche
Elementnatur zu: Sauerstoff, Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff und
Chlor erkannte er folgerichtig als "nicht weiter in andere Stoffe
spaltbar." |
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1808 |

John Dalton |
Dalton entwickelt aufgrund Lavoisiers
Erkenntnissen das erste Atommodell:
"Jedes Element besteht aus kleinsten, nicht weiter
zerlegbaren Atomen. Die Atome eines Elements sind stets gleicher Masse.
Damit sind die Anzahl der Atome und der Elemente identisch. Diese Atome
sind unzerstörbar, und können durch keinen chemischen Vorgang neu
erzeugt oder vernichtet werden. In chemischen Reaktionen reagieren die
Atome der Stoffe untereinander in bestimmten (stets ganzzahligen)
Verhältnissen miteinander."
Damit beschreibt Dalton erstmals kleinste
Einheiten, die für die Eigenschaften der Elemente verantwortlich sind.
Er unterscheidet klar zwischen chemischen Element und der Verbindung.
Diese Erkenntnis ist eine der wichtigsten Grundlagen in der Chemie
überhaupt. |
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1808 |

Joseph Louis
Gay-Lussac |
Gay-Lussac erkennt, das Gase immer in ganzzahligen
Vielfachen ihrer Volumen miteinander reagieren. Er findet durch
Experimente das Molvolumen vieler Stoffe und begründet dadurch
die Vorstellung des Atomgewichts, da man mittels dieser Kenntnis
auch auf die Stoffmengen fester Stoffe (in Reaktionen mit Gasen)
schließen kann. |
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1818 |

Jöns Jacob
Berzelius |
Das Genie der chemischen Wissenschaft seiner Zeit,
Berzelius, begründet ein
System, welches bis heute Gültigkeit besitzt: Die Symbolschreibweise der
Elemente.
1818 veröffentlicht er eine Atomgewichtstabelle mit den damals
bekannten
Elementen, welche auf den Grundlagen der daltonschen Atomlehre und den
Erkenntnissen Gay-Lussacs über die konstanten Stoffmengen in den
chemischen
Reaktionen beruht.
Mit Berzelius ist also der Elementbegriff
endgültig forciert. Berzelius erkannte folgerichtig, dass jedes
chemische Element eine spezifische Masse hat, die einer bestimmten
Anzahl kleinster Teilchen entspricht. Die Atommassen der nunmehr
bekannten Elemente (1808 waren es immerhin 42 der 82 in größeren Mengen
natürlich vorkommenden) gaben den Wissenschaftlern des 19. Jahrhunderts
eine erste Möglichkeit zur Ordnung der Elemente - gleichwohl noch ohne
erkennen zu können, wieviele Elemente es tatsächlich geben kann. |
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1829 |

Johann Wolfgang
Döbereiner |
Veröffentlichung der Arbeit
"Versuch zu einer Gruppierung der
elementaren Stoffe nach ihrer Analogie"
(Triadenlehre)
Er fasste dabei 30 (der damals 53
bekannten) Elemente in Dreierblöcken zusammen, die sich chemisch jeweils
besonders ähnlich waren, und erkannte einen Zusammenhang in den
Atomgewichten der einzelnen Triadenmitgliedern: Das Atomgewicht des
mittleren entsprach ungefähr dem Mittelwert der Atomgewichte des
leichtesten und des schwersten der drei Elemente. Er entdeckte dabei 10
der 18 Haupt- und Nebengruppen |
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1830-60 |
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Viele Chemiker unternehmen erfolglose
Versuche, in der Systematik der Elemente
eine grundlegende Ordnung zu erkennen. Außer dem Atomgewicht als bisher
fundamentalste
Größe und einer noch undefinierten Periodizität machen sie jedoch keine
wesentlichen
Fortschritte. |
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1866 |

John Alexander R.
Newlands |
Zunächst verhöhnt und verspottet wurde
John Alexander Reina Newlands für seinen Vergleich
der Periodizität der Elemente mit den Oktaven in der Musik. Gleich der
Tonleiter beschrieb
er auch bei den Elementen seine sich wiederholende Harmonie nach jeweils
acht Elementen.
Da die Edelgase zu diesem Zeitpunkt noch unbekannt waren, traf dieser
Vergleich - zumindest
für die ersten zwanzig Elemente - auch tatsächlich zu.
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1869 |

Dmitri Ivanowitsch
Mendeleev |
Der Durchbruch zu einer echten Ordnung
gelang alsdann Mendeleev und Lothar Meyer, wobei ersterer sein
Periodisches System der Elemente 1869 veröffentlichte. Anstatt wie seine
Vorgänger die Ordnung der Elemente (siehe Oktaven Newlands)
fälschlicherweise als komplett zu betrachten, bzw. in der Reihenfolge
der Elemente streng nach den Atommassen zu gehen, ließ Mendeleev in
weiser Voraussicht Plätze frei, bzw. tauschte Elemente aus, wenn es die
chemischen Eigenschaften forderten (z.B. Tellur und Iod; ersteres ist
schwerer als letzteres, jedoch seinen chemischen Eigenschaften nach
eindeutig dem Selen und Schwefel ähnlich, und eben nicht dem Chlor und
Brom). In den folgenden Jahren wurden dann auch die Elemente, welche er
vorhergesagt hatte, entdeckt.
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1870 |

Julius Lothar
Meyer |
Zu einem fast identischen Resultat wie
Mendeleev kam auch der deutsche Chemiker Julius Lothar Meyer, welcher
zeitgleich mit ihm eine Ordnung der Elemente fand. Obgleich Meyer mit
seinen Arbeiten schon 1864 begann, veröffentlichte er sie erst ein Jahr
nach Mendeleev. Trotzdem gebührt auch ihm der gleiche Ruhm bezüglich der
Auffindung des Periodensystems.
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1923 |

Henry Moseley |
Nach der Entdeckung der Roentgenstrahlung
durch Konrad Roentgen, fand Henry Moseley die wirklich fundamentale
Größe der Elemente-Ordnung auf: Er fand einen Zusammenhang zwischen der
Brechung von Roentgenstrahlung und der Protonenzahl eines Atomkerns, so
dass es ihm möglich wurde, anhand roentgenspektroskopischer
Untersuchungen auf die Protonenzahl zu schließen.
Erst mit dieser Entdeckung bestätigten
sich die Periodensysteme von Mendeleev und Meyer endgültig; um beim
obigen Beispiel zu bleiben: Die Einordnung von Tellur vor Iod bestätigte
sich, da ersteres 52 Protonen, letzteres 53 Protonen hat. Die
Protonenzahl ist seitdem als fundamentalste Größe eines Elements
anerkannt: Jedes Element hat unterschiedlich viele Protonen, wohingegen
es in der Neutronenzahl Unterschiede geben kann. Da Elemente zumeist
Gemische aus solch unterschiedlichen Kernen darstellen, sind die
Atommassen auch nicht ganzzahlig. |
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1923
bis
1945 |
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1945 |

Glenn T. Seaborg |
Nachdem die Elemente Neptunium und
Plutonium künstlich dargestellt wurden, erkannte Glenn T. Seaborg, dass
die Elemente Actinium bis Uran keine schweren Homologen der Elemente
Lutetium bis Wolfram sein konnten, sondern in Wahrheit einer den
Lanthanoiden analogen Gruppe mit weiteren, noch unbekannten Elementen
zusammengefasst dargestellt werden müssen. Er bezeichnte diese Gruppe
analog den Lanthanoiden als Actinoide. |
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seit
1945 |
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Während die
Reihenfolge der Elemente und die Abfolge der einzelnen Perioden heute
unstrittig ist, gilt es dennoch einige Ungereimtheiten
zu beseitigen.
Der Autor dieses
Software-PSE´s hat sich dieser Aufgabe angenommen, und die Elemente - in
der Fortführung der Denkweise Mendeleevs - nicht mehr streng nach den
Orbitalen, sondern unter Berücksichtigung der chemischen Eigenschaften
geordnet dargestellt: Somit steht der Wasserstoff nicht mehr länger in
der ersten Hauptgruppe, sondern ist mit dem "Edelgas" Helium zusammen in
einer eigenen Gruppe
zu finden. Die Elemente Lutetium und Lawrwencium werden ihren Orbitalen
und Eigenschaften nach als Homologe von Scandium und Yttrium angesehen
(anstelle von Lanthan und Actinium, die nun im f-Block zu finden sind). |