Zum PSE
Zurück
Übersicht Infos
Radioaktivität
Künstl. Elemente
Zerfallsreihen
Hilfe zum PSE
©2005, by René Rausch
MASSENDEFEKT: Beim radioaktiven Zerfall entsteht - allgemein formuliert - aus einem Mutterkern durch Abgabe kleinerer Teilchen (zumeist Elektronen, Positronen, Neutrinos, Neutronen oder Helium-Ionen) ein Tochterkern. Dabei wird auch Energie in Form von Gamma-Strahlung frei. Betrachtet man nun die Masse des Mutterkerns und vergleicht diese mit der Summe der Masse der Zerfallsprodukte, so resultert daraus ein winziges Defizit auf der Seite der Zerfallsprodukte (siehe Schautafel rechts am Beispiel des Neutronenzerfalls). Das Gesetz von der Erhaltung der Massen verliert hier scheinbar seine Gültigkeit, da ja - bei stofflichen Umwandlungen weder etwas verloren gehen kann, noch etwas neu entsteht. Betrachtet man sich jetzt zusätzlich jedoch die Energie-Bilanz der Zerfallsreaktion und setzt diese nach Einsteins berühmter Formel in die Massengleichung mit ein, so wird ersichtlich, daß der Betrag des Massendefekts genau der Energie der freiwerdenen Gammastrahlung entspricht. Bei der Umwandlung eines Kerns in einen anderen wird also Masse zu Energie umgewandelt. Da dieser Energiebetrag den Differenzen der Kernbindungsenergien von Mutterkern und Tochterkern ebenfalls identisch ist, kommt man zu dem Schluß, daß die Kernbindungsenergie des Kerns sich in diesem ebenfalls wie Masse verhält. Masse und Energie sind also nichts anderes als zwei verschiedene Erscheinungsformen der Materie.