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Künstlich erzeugte Elemente Technetium (43 Protonen) und Promethium (61 Protonen) kommen als Elemente, die leichter als Polonium (84 Protonen) sind, als einzige beiden nicht natürlich vor. Korrekterweise muß gesagt werden: Sie kommen beide nur in Spuren irdisch vor (Tc: ~2 Tonnen ; Pm ~4 kg auf der gesamten Erde). Die Chemiker des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts suchten Technetium und Promethium mit allem Eifer in der Natur, bis dann - nach dem der Physiker Matthaus erste Gesetzmässigkeiten über den Atomkern formulierte - absehbar war, daß es keine stabilen Kerne mit einer Protonenzahl von 43 und 61 geben kann. Nach dem der Wissenschaft die Erfindung des Teilchenbeschleunigers ("Zyklotron") gelungen war, wurden diese beiden Elemente alsdann erstmals synthetisiert. 1937 fand man durch eine Kernumwandlung von Molybdän das Technetium, 1945 durch Kernumwandlung von Samarium auch das Promethium. Der Wissensdurst ließ den Atomphysikern nun keine Ruhe mehr. Sie wußten, daß es in der Natur keine schwereren Kerne als den des Urans gibt. (Durch natürlichen Beta-Zerfall von Uran-238 entstehen lediglich Nanogramm-Mengen an Neptunium und Plutonium, so daß man getrost das Uran als schwerstes Element betrachten kann). Mit immer höheren Energien und immer größeren Atomkernen bombardierten sie infolgedessen das Uran, in der Hoffnung schwerere Elemente zu synthetisieren. Dies gelang dann auch 1940 mit Neptunium und Plutonium. Da das Uran quasi der "Vater" dieser schweren Elemente ist, nennt man alle Elemente jenseits einer Protonenzahl von 92 auch "Transuranide". Seitdem ist das Periodische System der Elemente kein statisches, unveränderliches Gebilde mehr: Es wächst seit dieser Zeit ständig. Bis 1960 kannte man durch künstliche Kernsynthesen 102 Elemente. 1980 war ihre Zahl dann auf 107 angestiegen. Im Jahre 2005 sind es gar 117 Elemente, die man "kennt". "Kennen" schreibe ich deshalb in Anführungszeichen, da spätestens ab Element 103 (Lawrencium) die Elemente nur noch in Einzelatomen dargestellt wurden und werden. Die rechts stehende Tabelle verweist auf Sites, in welchen die Synthese und die Benennung der künstlichen Elemente abgehandelt werden. R. Rausch
Künstlich erzeugte Elemente
Transuranide (Z>92):