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Friedrich Wöhler (*31.07.1800 +23.09.1882) 1800: Friedrich Wöhler wird am 31. Juli in Eschersheim bei Frankfurt (am Main) als Sohn des fürstlichen Stallmeisters Dr. August Anton Wöhler und seiner Frau Katharina geboren. 1806: Unterrichtung durch seinen eigenen Vater (bis 1809), der für Friedrich eine Ausbildung zum Mediziner vorsieht. 1809: Besuch einer öffentlichen Schule (bis 1813), Entdeckung seiner Liebe zur Chemie. 1813: Besuch des Gymnasiums in Frankfurt. 1820: Studium der Medizin an der Universität in Marburg. Ausreifen seiner chemischen Versiertheit, die sich durch heimliche, nächtliche Experimente zeigt. 1823: Doktortitel in Medizin und Chirurgie. 1823/24: Studium der analytischen Chemie an der Universität in Stockholm unter Jöns Jacob Berzelius, mit welchem er von da an eine enge Freundschaft entwickelte - gegen den Willen des Vaters. Er erlangt mittels Berzelius auch tiefgehende Kenntnisse in der Mineralogie. 1824-31: Lehramt an der Gewerbeschule in Berlin. 1827: Entdeckung des Aluminiums durch Reaktion von Chlorgas (Cl2) über mit Kohlepulver (C) vermengter Tonerde (Al2O3). Identifikation desselben als chemisches Element. 1828: Widerlegung von Berzelius´ Behauptung, "organische Stoffe könnten nur von Lebewesen gebildet werden" durch eine Molekülumlagerung von Ammoniumcyanat (NH4OCN) zu organischem Harnstoff (CO(NH2)2). Zitat aus einem Brief an Berzelius: "…denn ich kann so zu sagen mein chemisches Wasser nicht halten und muss Ihnen sagen, dass ich Harnstoff machen kann, ohne dazu Nieren oder überhaupt ein Tier, sei es Mensch oder Hund, nötig zu haben. Das cyansaure Ammoniak ist Harnstoff. Diese künstliche Bildung von Harnstoff, kann man sie als ein Beispiel von Bildung einer organischen Substanz aus unorganischen Stoffen betrachten?…" 1828: Entdeckung des Berylliums aus dem Mineral Beryll durch Abtrennung des Al2O3 und anschließende Reduktion des Rückstandes mithilfe von Chlorgas und Kohlenstoff. Identifikation als chemisches Element. 1828: Darstellung des schon von Gadolin entdeckten Yttriums auf die gleiche Methode wie Beryllium und Aluminium, nach Isolierung des Y2O3 aus der Yttererde. 1830: Professur der Chemie an der Gewerbeschule in Kassel (bis kurz vor seinem Tode 1882), Umzug nach Kassel. 1834: Ehe mit Julie Pfeiffer. 1836: Direktor des chemischen Laboratoriums der Universität Göttingen. (Nachfolger von Friedrich Stromeyer). 1856: Darstellung von kristallinem Silicium. 1827-82: Wöhler veröffentlich unzählige Abhandlungen und Bücher über die Chemie. Bekannte Werke waren "Grundriss der Organischen Chemie" und sein "Lehrbuch der Chemie", welches er in die "Unorganische" und die "Organische" Chemie unterteilte. 1867: Ehrenmitglied der neu gegründeten "Deutschen Chemischen Gesellschaft", die nach dem Zweiten Weltkrieg, 1949 zur heutigen "Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh)" wurde. 1877: Präsident der "Deutschen Chemischen Gesellschaft". 1882: Friedrich Wöhler stirbt in Göttingen am 23. September im Alter von 82 Jahren. 1961: Chemische Gesellschaft der DDR verleiht bis 1991 jährlich den "Friedrich-Wöhler-Preis" an junge, besonders begabte Chemiker.
1827 Aluminium
1828 Beryllium