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Karl Auer Freiherr von Welsbach (*01.09.1858 +04.08.1929) 1858: Am 1. September wird Carl Auer von Welsbach als Sohn von Alois Auer von Welsbach in Wien geboren. 1877: Studium der Chemie an der Universität in Wien. 1880: Studium der Chemie an der Universität in Heidelberg, Promovierung. 1885: Ihm gelingt die Analyse der von Mosander 1842 isolierten Didymerde, in die schon von Per Teodor Cleve 1874 vorausgesagten zwei Elemente. Das eine benennt er Praseodym ("grüner Zwilling"; gr. praseos = grün, didymos = Zwilling), da seine Salze allesamt von grüner Farbe sind. Das andere nennt er Neodym ("neuer Zwilling" ,neo = neu). 1885: Durch Imprägnieren von Baumwollstrümpfen mit Salzen der seltenen Erden erfindet er den Gasglühstrumpf, den er 1891 zum Patent anmeldet. 1898: Gründung der Treibacher Chemischen Werke (heute: Treibacher Industrie AG), welche Cer und Thorium zu Gasglühstrümpfen verarbeiten. 1898: Ein von ihm entwickelter Metallfaden aus einer Legierung aus Osmium und Wolfram erweist sich als äußerst hitzebeständiger Glühfaden für Glühbirnen (Osram, Patent 1890). 1901: Erhebung in den Freiherrenstand durch Kaiser Frans Joseph I. von Habsburg. 1903: Von Welsbach entdeckt die funkenbildende Eigenschaft von Legierungen des Cers mit dem Eisen, und nutzt sie als Feuerstein in Feuerzeugen. 1907: Bei Analysen des Seltenerdelements Ytterbium bemerkt er Inhomogenitäten in einigen seiner Verbindungen. Durch eine sehr mühsame fraktionierende Kristallisation mit Ammoniumcitrat isoliert er aus dem vermeintlichen Ytterbium ein weiteres Element: Er benennt das neu aufgefundene Element als Cassiopeium (Cp, nach der Cassiopeia-Galxie) und das gereinigte Ytterbium als Aldebaranium (nach dem Roten Riesen Aldebaran). Fast zeitgleich mit ihm gelang jedoch auch Georges Urbain dieselbe Fraktionierung. Er benannte das neue Element als Lutetium (nach dem römischen Namen von Paris, Lutetia) und als Ytterbium. Da jener seine Entdeckungen früher veröffentlichte als Von Welsbach, wurden seine Namen offiziell. Im deutschsprachigen Raum hielt sich die Bezeichnung Cassiopeium (Cp) für das Lutetium jedoch noch bis 1949 - als der Name Lutetium seitens der IUPAC endgültig verbindlich gemacht wurde. 1929: Carl Auer Freiherr Auer von Welsbach stirbt am 4. August im Alter von 70 Jahren auf Schloss Welsbach (Gde. Möbling in Kärnten, Österreich). 1958: Zu seinem 100.Geburtstag wird in Österreich die 25-Schilling-Münze (Kursmünze) mit seinem Konterfei geprägt.
1885 Praseodym
1885 Neodym
1907 Ytterbium
1907 Lutetium