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Rutherfordium
Ernest Rutherford (*30.08.1871 +19.10.1937) 1871: Ernest Rutherford wird am 30.August in Spring Grove (New Sealand) als Sohn einer Einwandererfamilie aus Großbritannien geboren. 1894: Erste wissenschaftliche Veröffentlichung im Alter von 23 Jahren: Über die magnetisierende Wirkung schnelloszillierender EM-Felder. 1896: Nach Entdeckung der Radiioaktivität durch Henry Becquerel beginnt er sich für dieses neue Phänomen zu interessieren. 1897: Nach gerade einem Jahr erkennt er, daß die radioaktive Strahlung des Urans aus mehreren verschiedenartigen Teilchen bestehen muß. 1898: Professor der Physik an die McGill University in Montreal (Canada), bis 1907. 1902: Zusammen mit Frederik Soddy stellt er die Gesetzmäßigkeiten über den Radioaktiven Zerfall zusammen: Durch den radioaktiven Zerfall entstehen Elemente mit kleinerer Ordnungszahl. 1903: Er weist mithilfe eines Magnetfeldes die elektrisch positive Ladung von Alphastrahlen, die elektrisch negative Ladung der Beta-Strahlung, und die neutrale Ladung der Gamma-Strahlung nach. Damit leistet er die Vorarbeit zu deren Identifikationen als Helium-Ionen (Alphastrahlung), Elektronen (Betastrahlung) und Energie (Gammastrahlung). 1906: Rutherford erkennt die Eigenschaft der Alphastrahlung, sich leicht von dünnen Materieschichtungen ablenken zu lassen ("Effekt der Schmalwinkelstrahlung"). 1907: Professor der Physik an der Univerität in Manchester (GB), wo er die Nachfolge von Arthur Schuster antritt. 1908: Nobelpreis für Chemie, zusammen mit Frederik Soddy "wegen seines außerordentlichen Verdienstes seiner Untersuchungen über den Zerfall der Elemente, und die Chemie der radioaktiven Materie". 1909: Angeregt durch die Ablenkungsversuche der Alphastrahlung sucht er zusammen mit den Physikern Ernest Marsden und Hans Geiger (Geiger-Zähler) nach einer Möglichkeit zur Weitwinkelstreuung dieser Strahlung (starke Ablenkung). 1911: Aus diesen Versuchen heraus erkennt er, zusammen mit Niels Bohr, die Beschaffenheit des Atoms als "aus einer zentralen, punktförmig konzentrierten elektrischen Ladung bestehend, welche von einer gleichförmig sphärischen Ladungsverteilung des entgegengesetzten Vorzeichens und des gleichen Betrages umgeben ist.". Er definierte damit als Erster das Atom nach der Vorstellung, die noch heute gilt (Atomkern und Atomhülle). 1911: Ernest Rutherford wird von King George V. von England zum Ritter geschlagen. Nunan trägt er den Titel "Sir". 1913: Niels Bohr (siehe auch in dessen Biografie) erarbeitet auf der Grundlage der Erkenntnisse aus den gemachten Versuchen sein berühmtes Atommodell (Bohrsches Atommodell), welches das Atom als aus Atomkern (positiv geladen) und auf Schalen angeordnete Elektronen (negativ geladen) beschreibt. 1919: Sir Rutherford wandelt Stickstoff-14 durch Beschuß mit Alphateilchen in Sauerstoff-16 und ein Proton (Wasserstoff-Ion) um. Damit gelang ihm die erste künstliche Kernumwandlung. 1919: Leitung des Cavendish-Laboratoriums an der Universität in Cambridge. 1920: Aufgrund von Masse-Untersuchungen vermutet Sir Rutherford neben den Protonen einen weiteren Bestandteil im Atomkern, der annähernd gleiche Masse haben müßte: Das "Neutron". Erst sein eigener Schüler, James Chadwick kann zwölf Jahre später deren Existenz beweisen. 1925: Sir Rutherford wird Präsident der Royal Society in London. 1931: Sir Rutherford wird von King George VI. von England in den Stand eines Barons erhoben (Baron Rutherford of Nelson). 1937: Baron Ernest Rutherford of Nelson stirbt am 19.Oktober im Alter von 66 Jahren in Cambridge. Er wurde standesgemäß in Westminster Abbey in der Nähe von Isaac Newton bestattet. 1997: Die IUPAC benennt das Element 104 endgültig zu seinen Ehren als "Rutherfordium" (nachdem es vormals Streitigkeiten bezüglich einer Benennung als Kurchatovium gab).
1908, Chemie