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Roentgenium
Konrad Roentgen (*27.03.1845 +10.02.1923) 1845: Wilhelm Conrad Roentgen wird am 27.März in Lennep (Remscheid) geboren. 1848: Umzug der Familie nach Apeldoorn (Niederlande). 1861: Besuch der Technischen Schule in Utrecht, welche er aus disziplinarischen Gründen 1863 verlassen muß. 1864: Gasthörer an der Universität in Utrecht für zwei Semester. 1865: Studiengang für Maschinenbau in Zürich (bis 1868). 1868: Diplom als Maschinenbauingenieur. 1868: Aufbaustudium der Physik unter Professor August Kundt. 1869: Promovierung in Physik unter Kundt an der Universität in Würzburg. 1870: Verweigerung der Habilitation an der Universität Würzburg, weil Roentgen kein Abitur hat. Professor Kundt verläßt daraufhin aus Protest die Universität. 1874: Habilitation an der Universität in Straßburg. 1875: Außerordentliche Professur der Physik an der Landwirtschaftlichen Akademie in Hohenheim. 1879: Ordentliche Professur der Physik an der Universität in Gießen. 1888: Professur der Physik an der Universität in Wurzburg. (Diese Universität hatte ihm 18 Jahre zuvor die Habilitation verweigert). 1894: Rektor der Universität in Würzburg. 1895: Bei Experimenten bezüglich der elektrischen Leitfähigkeit in Gasen, entdeckt er am 8.November eine unsichtbare Strahlung. Er vermutet ein großes Durchdringungsvermögen, da er sie als sehr kurzwellig identifizieren kann. Am 22.November erstellt er - in zwanzigminütiger Belichtungszeit - ein Bild vom Handskelett einer Frau - das erste Roentgenbild. 1895: Veröffentlichung eines Manuskripts mit dem Titel "Eine neue Art von Strahlen" am 28.Dezember. 1896: Vortrag bezüglich dieser Strahlung am 23.Januar an der Universität in Würzburg. Selber nennt er die Strahlung "X-Strahlen". Er erforscht und dokumentiert die medizinische Anwendbarkeit. 1900: Ruf an die Ludwig-Maximilian-Universität als Professor der Physik (bis 1920). 1901: Wilhelm Conrad Roentgen erhält den ersten Nobelpreis der je vergeben wurde in Physik. Das Preisgeld in Höhe von 50.000 Kronen stiftet er der Universität Würzburg. 1914-18: Im Ersten Weltkrieg kommen mobile Roentgen-Stationen an den Fronten des Krieges zum Einsatz (das Bild unten zeigt eine französische Station aus dem Umfeld von Verdun 1915). 1920: Emeritierung. 1923: Wilhelm Conrad Roentgen stirbt am 10.Februar im Alter von 77 Jahren in München nach jahrelangem Leiden an Darmkrebs. 1923: Er stiftete sein gesamtes Vermögen wohltätigen Zwecken; sein wissenschaftlicher Nachlass wurde aufgrund testamentarischer Anordnung verbrannt. 2004: Das Element 111 erhält von der IUPAC ihm zu Ehren den Namen "Roentgenium".
1901, Physik (Erster überhaupt vergebener Nobelpreis)