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Ferdinand Reich (*19.02.1799 +27.04.1882) 1799: Ferdinand Reich wird am 19. Februar in Bernburg geboren. 1815: Studium der Mathematik, Physik und Chemie an der Universität Leipzig. 1816: Studium der Mineralogie an der Bergakademie Freiberg. 1819: Gehilfe im Freiberger Berghüttenwesen. 1821: Siegmund August Wolfgang von Herder (1776-1838, Sohn des Dichters Johann Gottfried Herder) ermöglicht dem Arbeiter Reich die Fortsetzung seines Studiums. 1822: Studium an der Universität in Göttingen. 1823: Studium an der Universität in Paris, Bekanntschaft mit Alexander von Humboldt. 1824: Akademie-Inspektor an der Bergakademie Freiberg, Verantwortlichkeiten für die dortige Bibliothek und die mineralogischen Sammlungen (bis 1866). 1827: Professor für Physik der Bergakademie Freiberg (bis 1860). 1827: Assessor beim Freiberger Oberhüttenamt. 1828: Bestimmung der magnetischen Erdeigenschaften um in einem Freiberger Stollen (70m unter Tage) in jährlichen Intervallen (bis 1833). 1829: Beginn von meteorologischen Beobachtungen auf Veranlassung durch Wilhelm Gotthelf Lohrmann (die er bis zu seinem Tode weiterführt). 1830: Vorlesungsprofessor über die Kunde der Versteinerungen an der Bergakademie (bis 1842). 1830: Das Königreich Sachsen führt als erster deutscher Staat (im damaligen Deutschen Bund) das metrische System ein. Eichgrundlage hierzu war ein Platin-Iridium-Urmeter, den Reich 1823 von Paris mitbrachte. 1832: Er veröffentlicht Arbeiten über die Erdrotation. 1834: Arbeit über die Wärmezunahme proportional zur Tiefe in der Erdkruste. 1838: Experimente mittels einer Drehwaage zur Ermittlung der Durchschnittsdichte der Erde. 1842: Vorlesungsprofessor für die theoretische Chemie. 1848: Beginn seiner "gesteinsmagnetischen Untersuchungen", welche er bis 1863 durchführte. 1853: Bergrat am Freiberger Oberbergamt. Reich nimmt Untersuchungen von Umweltschäden vor, die durch den (cadmium- und schwefeldioxidhaltigen) Hüttenrauch bei den umliegenden Bauern verursacht wurden. 1860: Oberbergrat am Freiberger Oberbergamt. 1863: Bei einer spektralanalytischen Untersuchung der schwarzen Zinkblende (ZnS, Wurtzit) die er zusammen mit Theodor Richter vornimmt, fallen den beiden eine starke, indigoblaue Bande im Spektrum auf, welche sich keinem damals bekanntem Element zuordnen ließ. Sie konnten das unbekannte Element isolieren und rein darstellen, und gaben dem niedrigschmelzenden Metall dem Namen Indium ("Metall mit der indigoblauen Bande"). 1865: Besuch von Hüttenwerken im Rheinland, Saarland, Belgien und England, um seine 1853 begonnene Untersuchung von Umweltschäden durch Hüttenwerke fortzuführen. (Bericht hierüber 2 Jahre später). 1866: Ruhestand und Betritt zur Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. 1882: Ferdinand Reich stirbt im Alter von 83 Jahren am 27. April in Freiberg (Sachsen).
1863 Indium