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Meitnerium
Lise Meitner (*07.11.1878 +27.10.1968) 1878: Lise Meitner wird am 7.November als Tochter des Rechtsanwalts Phillipp Meitner und dessen Frau Hedwig (geb. Skowran) in Wien geboren. 1901: In der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn war Frauen das ordentliche Abitur verwehrt. Sie muß daher ein externes Abitur machen. 1901: Studium der Philosophie, Mathematik und Physik an der Universität in Wien (bis 1906). 1906: Promovierung als zweite Frau überhaupt in der Doppelmonarchie. 1907: Sie beginnt sich, für das recht junge Gebiet der Radioaktivität zu interessieren, und veröffentlich erste Arbeiten bezüglich Alpha- und Beta-Strahlen. 1907: Umzug ins preußische Berlin. Obgleich Frauen hier die Immatrikulation noch immer versagt war, nimmt sie an Vorlesungen von Max Planck teil. Desweiteren arbeitet sie mit Otto Hahn zusammen, doch aufgrund ihres Geschlechts bleibt ihr der Zutritt zu den wichtigsten Arbeitsräumen verwehrt. 1909: Zusammen mit Otto Hahn entdeckt sie das Phänomen des so genannten Rückstoß-Effekts beim radioaktiven Zerfall. 1912: Unbezahlte Tätigkeit zusammen mit Otto Hahn am neu gegründeten Institut für Chemie der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft in Berlin. 1912: Professor-Assistentin von Max Planck an der Universiät in Berlin. 1913: Aufnahme als wissenschaftliches Mitglied am Institut für Chemie der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. 1915: Tätigkeit als Militär-Krankenschwester in einem mobilen Roentgen-Wagen an der Westfront, bis 1917. 1917: Forsetzung der Zusammenarbeit mit Otto Hahn. 1918: Entdeckung von Element Nr. 91 - unabhängig von Gohring und Fajans fünf Jahre zuvor - ebenfalls zusammen mit Otto Hahn. Sie geben dem Element den Namen "Protactinium" (=das dem Actinium Vorrausgehende). 1918: Leiterin der radiophysikalischen Abteilung am Kaiser-Wilhelm-Institut. 1922: Nachträgliche Habilitation in der Physik. (In der Weimarer Republik wurden in Deutschland Frauen den Männern gleichgestellt). 1925: Nachweis, das die Emission von Gamma-Strahlung nach Alpha- und/oder Betazerfall immer vom Tochterkern ausgeht. 1926: Außerordentliche Professur der Physik an der Universität in Berlin. 1933: Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft wird ihr direkt nach der Machtübernahme der Nazis die Lehrerlaubnis entzogen. 1934: Zusammen mit Otto Hahn und Fritz Straßmann beginnt sie auf dem Feld der Transuranide zu forschen. 1938: Nach Inkrafttreten der Nürnburger Rassegesetze auch für Österreicher flieht sie über Holland nach Schweden. 1938: Anstellung am Nobel-Institut für Physik. 1938: Otto Hahn und Fritz Straßmann entdecken die Kernspaltung, zu deren Erfolg sie maßgeblich beigetragen hat - aus Schweden heraus per Briefkontakt. 1939: Lise Meitner deutet zusammen mit ihrem Neffen Robert Frisch erstmals theoretisch die Kernspaltung. 1946: Otto Hahn erhält den Nobelpreis für Chemie 1944 - allein. 1947: Professorin an der Technischen Hochschule von Stockholm. 1955: Auszeichnung mit dem Otto-Hahn-Preis. 1959: Ehrung mit dem Bundesverdienstkreuz. 1960: Umzug nach Cambridge (GB). 1968: Am 27. Oktober stirbt Lise Meitner im Alter von 89 Jahren in Cambridge. 1997: Das Element 109 wird ihr zu Ehren als Meitnerium benannt. Damit ist sie die zweite Frau, nach welcher ein Element beannt wird (nach Element 96, Curium - nach Marie Curie).
1918 Protactinium