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Johan Gadolin (*05.06.1760 +15.08.1852) 1760: Am 5. Juni wird Johan Gadolin im finnischen Toku (schwedisch Åbo) als Sohn des Professors für Astronomie, Physik und Theologie, Jakob Gadolin, geboren. 1765: Er erhält 10 Stunden/Tag Privatunterricht durch einen Tutor. 1774: Studium der Chemie an der Universität von Toku. 1779: Studium der Chemie an der Universität in Uppsala (Schweden); er war ein Student von Torbern Bergman. 1783: Doktorarbeit über die Analyse des Eisens. 1785: Professor im Alter von 25 Jahren an der Universität von Uppsala in Nachfolge seines verstorbenen Doktorvaters Torbern Bergmann. 1786: Reise durch Nordeuropa, Norddeutschland und England zwecks Exkursion der dortigen Minen. 1787: Aufstellung einer eigenen Verbrennungstheorie, die der Phlogistontheorie (Phlogiston = Imaginärer Stoff, der für die Verbrennung verantwortlich sei; bei genauerer Ausführung stößt diese in Widersprüche, da jener Stoff eine negative Masse besitzen müsse) entgegengesetzt ist. 1789: Wiederum Professor an der Universität in Uppsala. 1792: Er findet eine Probe eines schweren, schwarzen Minerals aus Ytterby. Dieses Mineral wird 8 Jahre später nach ihm benannt (Gadolinit). Es sollte Mitte bis Ende des 19.Jahrhunderts Bekanntheit erlangen, da sich in ihm 13 der 14 Seltenerdelemente (Lanthan, Cer, Praseodym, Neodym, Samarium, Europium, Gadolinium, Terbium, Dysprosium, Holmium, Erbium, Thulium und Ytterbium) befinden. 1794: Hochzeit mit der 17 Jahre alten Hedvig Tihleman. 1794: Er veröffentlicht eine 28 Seiten lange Arbeit über die Beschreibung des schwarzen Minerals. Er beschreibt, daß 38% dieses Minerals aus einem bis dato noch unbekannten Element bestehen. Er nennt dieses Ytterbia ("Erde aus Ytterby"), doch bald setzte sich die Kurzbezeichnung "Yttria" durch. Damals glaubte man, diese Erde sei elementarer Natur. Dies gilt auch für die später entdeckten SELTENEN ERDEN. Erst Sir Humphry Davy hat 1808 nachgewiesen, daß es sich bei diesen "Elementen" in Wahrheit um Oxide unedler (und daher schwer zu reduzierbarer) Metalle handelt. Während der Irrglaube widerlegt war, daß die Seltene ERDEN Elemente seien, hat sich jedoch die Bezeichnung für die Seltenerd-Metalle bis heute gehalten. Daher wird Gadolin als Entdecker des Yttriums angesehen. 1797: Er wird Professor der Chemie an der Akademie von Åbo. 1798-1850: Gadolin führte viele weitere Veröffentlichen und Beobachtungen durch. 1852: Johan Gadolin stirbt am 15. August im Alter von 92 Jahren in Wirno. Gadolin ist einer der Wegbereiter für die moderne Chemie und Mineralogie. Sein Verdienst ist unter anderem in seinen Arbeiten, die der Phlogiston-Theorie ein Ende setzten, welche das Werden der wissenschaftlichen Chemie dank der damit behafteten Widersprüche hemmte.
1794 Yttrium