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Radioaktivität
   


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1898

Radium

1898

Polonium

IUPAC

Curium
             

Eheleute Pierre und Marie Curie (geb. Sklodowska)
Pierre (*15.05.1859 +19.04.1906)                  Marie (*07.11.1867 +04.07.1934)


Pierre Curie

1859: Pierre Curie wird als Sohn eines Arztes am 15.Mai in Paris geboren.

1874: Studium der Naturwissenschaften im Alter von gerade erst 16 Jahren an der Universität von Paris.

1880: Zusammen mit seinem Bruder Jacques Curie entdeckt er das Phänomen der Piezoelektrizitäz und die Gesetze der Kristallsysmmetrien von Mineralien.

1883: Leiter des Laboratoriums für Physik und Chemie an der Universität Sorbonne in Paris.

1895: Am 25.Juli heiratet er Marie Sklodowska. Gemeinsame Arbeit in einem improvisierten Laboratorium.

1896: Gemeinsam mit seiner Frau entdeckt er die Elemente Radium und Polonium in der Uranpechblende.
(Siehe in der Biografie von Marie Curie, rechts im Fenster).

1903: Nobelpreis für Physik "für die Entwicklung und Pionierleistung auf dem Gebiet der spontanen Radioaktivität und der Strahlungsphänomene", zusammen mit Antoine Henri Becquerel.

1904: Professor für Physik an der Universität Sorbonne und Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Paris.

1906: Am 19. April kommt Pierre Curie bei einem Verkehrsunfall in Paris ums Leben. Er wurde 47 Jahre alt.
 

Marie Curie

1867: Am 7.November wird Marie Sklodowska als Tochter eines Mathematik- und Physiklehrers in Warschau (damals Russland) geboren.

1883: Sie schließt das Gymnasium in Warschau (Lyzeum) mit Auszeichnung ab.

1883: Stelle als Erzieherin um mit den Einnahmen ihre Schwester finanziell bei ihrem Medizinstudium zu unterstützen.

1891: Studium der Physik und der Mathematik an der Universität Sorbonne (Paris), wo sie nun von ihrer Schwester finanziell unterstützt wird.

1894: Studium der Physik unter Professor Henry Becquerel.

1895: Am 25.Juli heiratet sie den Physiker Pierre Curie. Gemeinsame Arbeit in einem improvisierten Laboratorium.

1896: Unter der Inspiration von Becquerel, welcher die radioaktive Strahlung des Urans nachwies, suchen sie und Pierre nach weiteren radioaktiven Elementen. Aus etlichen Tonnen Pechblende isolieren sie dann auch zwei sehr stark radioaktive Metalle, von denen das eine chemisch dem Barium, das andere dem Tellur nahe verwandt zu sein scheint. Ersteres benennen sie als "strahlendes Metall" Radium, das zweite an die Anlehnung des immer noch von Rußland unterdrückten Polens, der Heimat von Marie, als "Polonium" (Polnisches Metall).

1897: Geburt der Tochter Irène, welche 1935 zusammen mit ihrem Ehemann Frédéric Joliot-Curie den Nobelpreis für Chemie erhält.

1898: Die Curies entdecken die (schwache) Radioaktivität des Thoriums.

1900: Lehrerin an der École Normale Supérieure (Mädchenschule) für Physik.

1903: Nobelpreis für Physik "für die Entwicklung und Pionierleistung auf dem Gebiet der spontanen Radioaktivität und der Strahlungsphänomene", zusammen mit Antoine Henri Becquerel.

1904: Geburt von Tochter Ève.

1904: Veröffentlichung ihrer Arbeit "Untersuchungen über die radioaktiven Substanzen."

1906: Nach dem Unfalltod ihres Ehemanns führt die ab dem 13. Mai dessen Vorlesungen an der Universität Sorbonne fort. Sie wird damit die erste Frau, die an der Sorbonne unterrichtet.

1908: Professur der Physik an der Universität Sorbonne.

1911: Nobelpreis für Chemie "für die Isolierung des Elements Radium."

1914: Leiterin des Radium-Institutes an der Universität Sorbonne.

1914: Gemeinsam mit Tochter Irène entwickelt sie während des Ersten Weltkrieges eine mobile Roentgenstation an der Front.

1918: Nach Beendigung des Krieges widmet sie sich zusammen mit Tochter Irène der Forschung am Radium-Institut, welches in dieser Zeit zu einem Zentrum der Nuklearphysik wird.

1921: USA-Reise zusammen mit ihren beiden Töchtern.

1922: Mitgliedschaft an der Akademie für Medizin. Sie untersucht die Nutzbarkeitsmachung der radioaktiven Elemente in der Medizin zur Bekämpfung von Krebs.

1934: Infolge ihrer jahrzehntelangen Kontamination mit radioaktiven Substanzen stirbt Marie Curie am 4.Juli in Sancellemoz (Savoyen, Frankreich) im Alter von 66 Jahren an Leukämie.


Nobelpreise


1903, Physik
(Pierre+Marie)
 


1911, Chemie
(Marie)