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1860

Cäsium

1861

Rubidium

               

Robert Wilhelm Bunsen
(*31.03.1811 +16.08.1899)

 

1811: Am 31. März wird Robert Wilhelm Bunsen als jüngster von vier Söhnen des Professors Bunsen in Göttingen geboren.

1830: Doktor der Chemie an der Georgia-Augusta-Universität in Göttingen mit gerade 19 Jahren.

1832: Europareise zwecks geologischer Studien (bis 1833).

1834: Er erkennt Eisen(III)hydroxid (Fe(OH)3) als Antidot (Gegenmittel) bei Arsenvergiftungen.

1836: Chemielehrer an der Technischen Hochschule in Kassel.

1837: Erforschung zahlreicher chemischer Reaktionen.

1839: Professor der Universität in Marburg.

1841: Erfindung der Zink-Kohle-Batterie, durch Modifizierung des Glove-Elements: Er ersetzt das Platin jenes Elements durch billigen Graphit. Bis zur Erfindung des Dynamos war diese Batterie die stärkste Elektrizitätsquelle. Daher wird dieses modifizierte Glove-Element auch Bunsen-Element genannt.

1843: Bei einem Versuch mit hochgiftigem Kakodylcyanid (Arsenverbindung) kommt es zu einer Explosion. Bunsen verliert dabei ein Auge und trägt eine schwere Vergiftung davon.

1846: Umfangreiche mineralogische und geochemische Untersuchungen im Auftrag der dänischen Regierung in Island.

1851: Professur der Chemie an der Universität in Breslau, dort lernt er Gustav Kirchhoff kennen. Eine tiefe Freundschaft entsteht.

1852: Als Nachfolger des berühmten Chemikers Gmelin nimmt er an der Universität Heidelberg die Professur an.

1855: Perfektionierung des Labor-Gasbrenners (welchen er jedoch nicht erfunden hat), der dann später nach ihm benannt wird (Bunsenbrenner).

1855–62: Erforschung der Mechanismen der Photosynthese des Chlorwasserstoffs aus den Elementen: Grundlagen zur modernen Photochemie.

1857
: Bunsen beschäftigt er sich mit den Techniken der Verhüttung in der Stahlindustrie, und revolutioniert diese binnen zwei Jahren komplett.

1859: Zusammen mit Robert Kirchhoff entwickelt er das chemische Analysenverfahren der Spektralanalyse, welches sich die Adsorption und anschließende Emission von Licht definierter Wellenlängen zunutze macht, die für jedes (atomisierte oder ionisierte) Element charakteristisch sind. Diese Leistung sollte eine Vorarbeit für die Entdeckung zahlreicher noch unbekannter Elemente in den folgenden Jahrzehnten sein.

1860/61: Bei einer systematischen Untersuchung aller damals bekannter Elemente stoßen sie auf gleich zwei Elemente, welche noch unbekannt waren: Sie entdecken gemeinsam die Alkalimetalle Cäsium (1860) und Rubidium (1861).

1868: Bunsen perfektioniert die, 1852 von James Thompson zur Erzeugung von Unterdruck ("Vakuum"), erfundene Wasserstrahlpumpe.

1899: Robert Wilhelm Bunsen stirbt am 16. August im Alter von 88 Jahren in Heidelberg.