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1811: Am 31. März
wird Robert Wilhelm Bunsen als jüngster von vier Söhnen des Professors
Bunsen in Göttingen geboren.
1830: Doktor der Chemie an der Georgia-Augusta-Universität in
Göttingen mit gerade 19 Jahren.
1832: Europareise zwecks geologischer Studien (bis 1833).
1834: Er erkennt Eisen(III)hydroxid (Fe(OH)3) als Antidot
(Gegenmittel) bei Arsenvergiftungen.
1836: Chemielehrer an der Technischen Hochschule in Kassel.
1837: Erforschung zahlreicher chemischer Reaktionen.
1839: Professor der Universität in Marburg.
1841: Erfindung der Zink-Kohle-Batterie, durch Modifizierung des
Glove-Elements: Er ersetzt das Platin jenes Elements durch billigen
Graphit. Bis zur Erfindung des Dynamos war diese Batterie die stärkste
Elektrizitätsquelle. Daher wird dieses modifizierte Glove-Element auch
Bunsen-Element genannt.
1843: Bei einem Versuch mit hochgiftigem Kakodylcyanid
(Arsenverbindung) kommt es zu einer Explosion. Bunsen verliert dabei ein
Auge und trägt eine schwere Vergiftung davon.
1846: Umfangreiche mineralogische und geochemische
Untersuchungen im Auftrag der dänischen Regierung in Island.
1851: Professur der Chemie an der Universität in Breslau, dort
lernt er Gustav Kirchhoff kennen. Eine tiefe Freundschaft entsteht.
1852: Als Nachfolger des berühmten Chemikers Gmelin nimmt er an
der Universität Heidelberg die Professur an.
1855: Perfektionierung des Labor-Gasbrenners (welchen er jedoch
nicht
erfunden hat), der dann später nach ihm benannt wird (Bunsenbrenner).
1855–62: Erforschung der Mechanismen der Photosynthese des
Chlorwasserstoffs aus den Elementen: Grundlagen zur modernen
Photochemie.
1857: Bunsen beschäftigt er sich mit den Techniken der Verhüttung in
der Stahlindustrie, und revolutioniert diese binnen zwei Jahren
komplett.
1859: Zusammen mit Robert Kirchhoff entwickelt er das chemische
Analysenverfahren der Spektralanalyse, welches sich die Adsorption und
anschließende Emission von Licht definierter Wellenlängen zunutze macht,
die für jedes (atomisierte oder ionisierte) Element charakteristisch
sind. Diese Leistung sollte eine Vorarbeit für die Entdeckung
zahlreicher noch unbekannter Elemente in den folgenden Jahrzehnten sein.
1860/61: Bei einer systematischen
Untersuchung aller damals bekannter Elemente stoßen sie auf gleich zwei
Elemente, welche noch unbekannt waren: Sie entdecken gemeinsam die
Alkalimetalle Cäsium (1860) und Rubidium (1861).
1868: Bunsen perfektioniert die, 1852 von James Thompson zur
Erzeugung von Unterdruck ("Vakuum"), erfundene Wasserstrahlpumpe.
1899: Robert Wilhelm Bunsen stirbt am 16. August im Alter von 88
Jahren in Heidelberg. |