Zum PSE


Zurück


Übersicht Infos


Biografien


Geschichte

       


Hilfe zum PSE

1922

Physik

IUPAC 1994

Bohrium
               

Niels Bohr
(*07.10.1885 +18.11.1962)

 

1885: Niels Bohr wird am 7.Oktober in Kopenhagen (Dänemark) als Sohn des Physiologen Christian Bohr und dessen Frau Ellen (geb. Adler) geboren.

1906: Er wird mit einer Goldmedaille der Kgl. Dänischen Akademie der Wissenschaften wegen der Präzisionsmessung der Oberflächenspannung des Wassers geehrt.

1911: Doktorarbeit. Thema: Theorie über ein Elektronengas der Metalle, welches für deren Glanz ,die elektrische Leitfähigkeit und die besonderen magnetischen Eigenschaften verantwortlich sei.

1911: Professor der Physik an der Universität in Manchester, enge Zusammenarbeit mit Ernest Rutherford.

1912: Hochzeit mit Margarethe Norlund.

1912: Aus gemeinsamen Versuchen bezüglich den Ablenkungseigenschaften von Alphastrahlen durch Materie stellt Bohr sein berühmtes Bohrsches Atommodell auf.

1913: Rückkehr nach Kopenhagen, Dozent an der dortigen Universität.

1913: Niels Bohr veröffentlicht die Arbeiten bezüglich seines Atommodells. DIESES ATOMMODELL IST VOM PRINZIP HER BIS HEUTE GÜLTIG; ES IST JEDOCH NUR WENIG DIFFERENZIERT, D.H. ES GENÜGT ZUR VERDEUTLICHUNG DES ATOMAUFBAUS AUS, VERSAGT ABER BEI DETAILLIERTEN ANWENDUNGEN. Streng genommen ist es noch immer für Wasserstoff und Helium auch uneingeschränkt gültig.

1914: Nochmals Zusammenarbeit mit Ernest Rutherford an der Universität Manchester (bis 1916).

1918: Publikationen über die Quantentheorie der Spektrallinien.

1920: Direktor am neu gegründeten Institut für theoretische Physik in Kopenhagen (bis 1962).

1922: Nobelpreis für Physik "wegen seines außerordentlichen Verdienstes über die Aufschlüsselung der Beschaffenheit der Atome."

1922: Sohn Aage Bohr wird am 19. Juni in Kopenhagen geboren. Er sollte später in die Fußstapfen des Vaters treten, und 1975 ebenfalls den Nobelpreis in Physik erhalten.

1924: Veröffentlichung der Arbeit "Die Quantentheorie der Strahlung", zusammen mit John Clark Slater. Er stellt die These auf, Impuls- und Energie-Erhaltung gelten nur in statischen Systemen. Obgleich die beiden damit irrten, wiesen ihre Arbeiten in eine richtige Richtung.

1925: Durch die Vorarbeit von Niels Bohr gelingt es schließlich Werner Heisenberg, die Quantenmechanik zu beschreiben.

1931: Niels Bohr erhält von der dänischen Regierung den Carlsberg-Wohnsitz. Diese Ehre soll dem jeweils bedeutensten dänischen Wissenschaftler zukommen.

1931: Arbeit, die sich mit der Meßbarkeit elektrodynamischer Feldgrößen auseinandersetzt (Abschluß 1933).

1936: Niels Bohr entwickelt sein Tröpfchenmodell vom Atomkern, und beschreibt theoretisch die von Strassmann, Meitner und Hahn entdeckte Kernspaltung beim Uran-235.

1940: Dänemark wird von Nazideutschland besetzt. Niels Bohr beteiligt sich aktiv am Widerstand gegen das Regime.

1943: Flucht in einem Fischerboot nach Schweden, dann über England in die USA.

1943: Mitwirkung am Manhattan-Projekt in Los Alamos.

1944: Bohr führt Gespräche mit Franklin D. Roosevelt (Präsident der USA) und Winston Churchill (Premierminister GB) über die Notwendigkeit einer internationalen Zusammenarbeit in den Fragen der Anwendung von Nuklearenergie.

1946: Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrt Bohr nach Kopenhagen zurück.

1954: Gründung des Europäischen Kernforschungszentrum CERN am 29.September. Dessen theoretische Abteilung wird am Institut für theoretische Physik in Kopenhagen eingerichtet.

1960: Beginn an der Ausarbeitung einer Theorie über die Supraleitung, die Bohr jedoch nicht mehr abschließen kann.

1962: Niels Bohr starb am 18.November im Alter von 77 Jahren in Kopenhagen.


1994: Die IUPAC macht ihm zu Ehren den Namen "Bohrium" (Symbol: Bh) für Element 107 verbindlich. (Vormals sollte Element 106 als "Nielsbohrium (Symbol: Ns)", bzw. Element 107 als "Hahnium (Symbol: Ha)" benannt werden.)