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Roger Bacon
(*~1210 +1292)

 

1210: Roger Bacon wird in Ilchester (Somerset) geboren.

Er studiert in Oxford unter anderem Philosophie, Astronomie, Astrologie und Alchemie. Sein Ziel ist, die Weltsicht der Theologen zu erweitern. Das Studium soll die Naturwissenschaften umfassen und fördern. Damit (Alchemie und Astrologie galten als Irrlehren) machte er sich zusehends Feinde im Klerus.

1233: Umzug nach Paris, um an der dortigen Universität zu lehren.

1245: Rückkehr nach Oxford. Intensives Studium der Naturwissenschaften, Vorlesungen über die Lehren des Aristoteles.

1255: Beitritt zum Franziskaner-Orden. Dort setzt er seine Studien fort, und verkündet seine Erkenntnisse.

Immer argwöhnischere Beobachtungen seitens der katholischen Kirche, die ihn bezichtigte "gefährliche Irrlehren" zu verbreiten.

1265: Einer seiner Bewunderer und Förderer, der Kardinal Guy le Gros de Foulques besteigt den Heiligen Stuhl in Rom als Papst Klemens IV.

1266: Veröffentlichung von drei Werken in rascher Folge (Opus maios, Opus minos und Opus tertium), da er seitens der Kirche keine Repressionen mehr zu fürchten brauchte.

1268: Tod von Papst Klemens IV.

1268: Die Beobachtungen durch die Heilige Inquisition beginnt erneut.

1278: Er wird unter Arrest gestellt (bis 1292).

1292: Er wird aus dem Arrest entlassen. Er fasst seine Thesen in einem Werk "Compendium studii theologiae" zusammen (Scharfe Kritik an der Praxis der Kirche, die Wissenschaft zu zensieren).

1292: Roger Bacon stirbt im Alter von 81 oder 82 Jahren.


Bacon sagte Erfindungen voraus, die erst Jahrhunderte später gelangen. Er erwarb sich (physikalische) Kenntnisse auf dem Gebiet der Optik (Spiegelung und Lichtbrechung (!)), die seiner Zeit Jahrhunderte voraus waren. Bacon sollte jedoch in Vergessenheit geraten.

 


Postulat von Roger Bacon:

Die 4 Hindernisse, die uns den Weg zur wahren Naturerkennung versperren:

1. Respekt vor Autoritäten (indirekter Angriff auf die Inquisition)
2. Gewohnheit
3. Abhängigkeit von den marktgängigen Meinungen der Menge
4. Unbelehrbarkeit unserer natürlichen Sinne